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Airport


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»Ich gab mir die größte Mühe . . . Das taten wir alle . . . Den ganzen Tag; und gestern — und vorgestern . . . Aber wie die Leute mit einem reden . . .«

»Ja, die benehmen sich, als ob Sie selbst an dem Schneesturm schuld wären, um ihnen Ungelegenheiten zu machen.«

»Ja . . . Und dann der letzte . . . Bis dahin ging alles gut . . .«

»Was ist denn eigentlich passiert? Ich wurde erst gerufen, als alles vorbei war.«

Langsam fand das Mädchen seine Selbstbeherrschung wieder.

»Also ... Er hatte einen Flugschein für Flug 72, und der war wegen des Wetters gestrichen worden. Wir verschafften ihm einen

Platz für 114, und den hat er verpaßt. Er sagte, er sei im Speisesaal gewesen und hätte den Aufruf nicht gehört.«

»Die Aufrufe werden im Speisesaal nicht durchgegeben«, sagte Tanya. »Ein großes Schild gibt das bekannt, und es steht auf allen Speisekarten.«

»Das habe ich ihm auch erklärt, Mrs. Livingston, als er vom Ausgang zurückkam. Trotzdem war er gehässig. Er benahm sich, als ob es meine Schuld wäre, daß er seinen Flug verpaßt hatte, und nicht seine eigene. Er sagte, wir seien alle unfähig und schliefen halb.«

»Haben Sie die Aufsicht gerufen?«

»Das habe ich versucht, aber die hatte zu tun.«

»Und was haben Sie dann getan?«

»Ich sicherte dem Passagier einen Platz — auf dem Sonderflug 2122.«

»Und dann?«

»Dann wollte er wissen, welcher Film auf dem Flug gezeigt würde. Ich stellte das fest, und er sagte, den Film hätte er schon gesehen. Er wurde wieder ausfallend. Der Film, den er sehen wollte, wurde auf dem ersten Flug gezeigt, der abgesagt worden war. Er verlangte, ich Sollte ihm einen anderen Flug geben, bei dem der gleiche Film gezeigt würde wie auf dem ersten. Und die ganze Zeit über waren andere Fluggäste da, die sich an den Schalter herandrängten. Manche machten Bemerkungen darüber, wie langsam ich wäre. Also, als er das von dem Film sagte, passierte es, daß ich . . .« Das Mädchen zögerte. »Wahrscheinlich ist dann etwas bei mir geplatzt.«

»Das war, als Sie ihm den Flugplan an den Kopf warfen?« drängte Tanya.

Patsy Smith nickte verzweifelt. Es sah aus, als ob sie wieder anfangen würde zu weinen. »Ja. Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist, Mrs. Livingston . . . Ich warf den Plan einfach über den Schalter und sagte ihm, er solle sich seinen Flug selbst aussuchen.«

»Ich kann nur hoffen, daß Sie ihn getroffen haben«, sagte Tanya.

Das Mädchen blickte auf. Statt der Tränen zeigte sie den Ansatz eines Lächelns. »O ja, das habe ich.« Sie überlegte, lächelte dann. »Sie hätten sein Gesicht sehen sollen. Er war völlig überrascht.« Ihr Gesichtsausdruck wurde ernst. »Und danach . . .«

»Was danach geschah, weiß ich. Sie hatten einen Zusammenbruch, und das war ganz natürlich. Sie wurden hier reingeschickt, um sich auszuweinen, und das haben Sie jetzt getan, und jetzt fahren Sie mit einem Taxi nach Hause.«

Das Mädchen sah sie ungläubig an. »Meinen Sie — das ist alles?«

»Selbstverständlich ist das alles. Haben Sie gedacht, wir würden Sie deswegen rauswerfen?«

»Ich — ich war mir nicht sicher.«

»Vielleicht müssen wir es«, sagte Tanya, »so ungern wir es täten, Patsy, wenn Sie das gleiche noch einmal machen. Aber das tun Sie doch nicht, oder? Bestimmt nicht.«

Das Mädchen schüttelte nachdrücklich den Kopf. »Nein, bestimmt nicht. Ich kann es nicht erklären, aber wenn man es einmal getan hat, genügt es.«

»Das wäre also erledigt. Falls Sie nicht hören wollen, was danach geschehen ist.«

»Ja, bitte.«

»Ein Herr meldete sich. Er sagte, er habe das Ganze mit angesehen und mit angehört. Er sagte auch, er habe eine Tochter im gleichen Alter wie Sie, und wenn dieser Mann mit seiner Tochter so gesprochen hätte wie mit Ihnen, hätte er ihm persönlich eine runtergehauen. Dann hinterließ der zweite Herr aus der Schlange seinen Namen und seine Adresse und sagte, falls der Mann, den Sie bedient haben, sich beschwere, solle man ihm Bescheid geben, und dann würde er berichten, was wirklich vorgefallen sei.« Tanya lächelte. »Sie sehen also — es gibt auch nette Menschen.«

»Ich weiß«, sagte das Mädchen. »Es gibt nicht viele, aber wenn man einen trifft, der nett und freundlich zu einem ist, möchte man ihn direkt umarmen.«

»Unglücklicherweise dürfen wir das nicht tun, ebensowenig wie mit Flugplänen werfen. Unsere Aufgabe ist, jeden in gleicher Weise zu behandeln und höflich zu sein, selbst wenn die Fluggäste es nicht sind.«

»Ja, Mrs. Livingston.«

Tanya war überzeugt, daß Patsy Smith in Zukunft nicht versagen würde. Anscheinend hatte sie nicht daran gedacht zu kündigen, wie manche Mädchen, die ähnliche Erfahrungen machten. Tatsächlich hatte sie jetzt ihren Schock überwunden, und Patsy schien über die Widerstandskraft zu verfügen, die ihr künftig nützlich sein würde.

Weiß Gott, man braucht Widerstandskraft, dachte Tanya — und eine gewisse Härte, wenn man es mit Reisenden zu tun hat, in welcher Position auch immer.

Zum Beispiel die Vorbestellungen. Sie wußte, daß an den Schaltern für Vorbestellungen in der Stadt die persönliche Belastung noch stärker war als auf dem Flughafen. Seit Ausbruch des Schneesturms mußten die Angestellten an den Platzreservierungen Tausende von Telefongesprächen geführt und Passagiere über Verzögerungen und Umstellungen informiert haben. Das war eine Aufgabe, die alle Angestellten haßten, weil die Angerufenen unweigerlich verärgert waren und häufig schimpften. Verzögerungen bei Fluggesellschaften schienen bei jenen, die davon betroffen waren, eine schlafende Wildheit zu wecken. Männer wurden beleidigend zu Telefonistinnen, und selbst Leute, die sonst höflich und verständnisvoll waren, wurden unwillig und unangenehm. Am schlimmsten war es bei den Flügen nach New York. Es war bekannt, daß Angestellte, die Buchungen entgegennahmen, sich weigerten, Verzögerungen oder Streichungen von Flügen telefonisch an Passagiere für New York durchzugeben, und lieber ihre Stellung riskierten, als den Sturm der Beschimpfungen zu ertragen, der ihnen, wie sie wußten, bevorstand. Tanya hatte oft darüber nachgedacht, warum gerade New York alle Reisenden in einen wahren Taumel versetzte, dorthin zu gelangen.

Aber aus welchen Gründen auch immer, sie wußte, daß beim Personal der Fluggesellschaften Kündigungen folgen würden — bei den Buchungen und in anderen Abteilungen —, sobald der gegenwärtige Notstand vorüber war. So war es immer. Auch mit einigen Nervenzusammenbrüchen mußte man rechnen. Im allgemeinen bei den jüngeren Mädchen, die für die Grobheiten und die schlechte Laune der Fluggäste empfindlicher waren. Gleichbleibende Höflichkeit war, selbst wenn man darin geschult war, eine Belastung, die einen hohen Preis forderte.

Deshalb war sie froh, daß Patsy Smith nicht unter den Opfern war.

Es klopfte an die Tür. Sie öffnete sich, und Mel Bakersfeld sah herein. Er trug pelzgefütterte Stiefel und hatte einen dicken Mantel über dem Arm. »Ich kam gerade vorbei«, sagte er zu Tanya. »Wenn Sie wollen, komme ich später wieder.«

»Bleiben Sie bitte.« Sie lächelte ihm entgegen. »Wir sind beinahe fertig.«

Sie beobachtete ihn, während er durch den Raum zu einem Sessel ging. Er sieht erschöpft aus, dachte Tanya.

Sie wandte ihre Aufmerksamkeit wieder dem Mädchen zu, füllte ein Formular aus und gab es ihr. »Gehen Sie damit zum Einsatzleiter für die Taxis, Patsy, er läßt Sie dann nach Hause bringen. Schlafen Sie sich gründlich aus, damit Sie frisch und munter sind, wenn Sie morgen wieder herkommen.«

Als das Mädchen gegangen war, drehte sich Tanya auf ihrem Sessel um und wandte sich Mel zu. »Wie geht's?« fragte sie gutgelaunt

Er legte die Zeitung nieder, in die er hineingeblickt hatte, und lächelte sie an. »Wie geht's selbst?«

»Haben Sie meine Nachricht bekommen?«

»Ich bin gekommen, um mich dafür zu bedanken, obwohl ich wahrscheinlich auch so gekommen wäre.« Er deutete auf die Tür, durch die das Mädchen verschwunden war, und fragte: »Was hat es denn hier gegeben? Einen Nervenzusammenbruch?«

»Nicht ganz so schlimm.« Sie erzählte ihm den Vorfall.

Mel lachte. »Müde bin ich auch. Wollen Sie mich nicht auch in einem Taxi nach Hause schicken?«

Tanya sah ihn forschend an. Der Blick ihrer leuchtenden hellblauen Augen war bemerkenswert direkt Sie hatte den Kopf zur Seite geneigt, und die Deckenbeleuchtung ließ auf ihrem Haar rote Glanzlichter reflektieren. Eine schlanke Figur, aber wohlgeformt, was die anliegende Uniform der Fluggesellschaft noch hervorhob . . . Wieder fiel Mel auf, wie anziehend und begehrenswert sie war.

»Das wäre zu erwägen«, antwortete sie, »vorausgesetzt, daß das Taxi zu meiner Wohnung fährt und ich für Sie Abendessen machen darf. Sagen wir: Hammelragout.«

Er zögerte und wog die einander ausschließenden Verpflichtungen gegeneinander ab und schüttelte dann resigniert den Kopf. »Ich wollte, ich könnte es annehmen. Aber wir haben hier einige Schwierigkeiten, und anschließend muß ich in die Stadt.« Er stand auf. »Aber Kaffee wollen wir wenigstens zusammen trinken.«

»Also gut«

Mel hielt ihr die Tür auf, und sie traten in die belebte und geräuschvolle Haupthalle hinaus.

Vor den Schaltern der Trans America drängten sich jetzt noch mehr Leute als vorhin. »Ich habe nicht lange Zeit«, sagte Tanya. »Meine Schicht dauert heute noch zwei Stunden.«

Während sie sich zwischen den Menschen und den Stapeln von Gepäck hindurchdrängten, mäßigte sie ihren im allgemeinen flinken Schritt und paßte sich Mels langsamerem Tempo an. Sie bemerkte, daß er stärker als sonst hinkte. Sie hätte gern seinen Arm genommen, um ihm zu helfen, unterließ es aber lieber. Sie trug noch die Uniform der Trans America, und der Klatsch lief schon schnell genug um, ohne daß man ihm aktiv Nahrung gab. Die beiden waren in letzter Zeit häufig zusammen gesehen worden, und Tanya war überzeugt, daß die Klatschmaschine des Flughafens — die wie ein Dschungeltelegraf mit der Geschwindigkeit eines Computers arbeitete — bereits davon Kenntnis genommen hatte. Wahrscheinlich wurde angenommen, daß sie und Mel miteinander ins Bett gingen, obwohl zufällig gerade das nicht stimmte.

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